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Go 1.27 führt generische Methoden ein
Die Programmiersprache Go liegt seit August 2026 in Version 1.27 vor. Die neue Ausgabe ändert vor allem die Toolchain, die Laufzeitumgebung und die Bibliotheken.
Die Kompatibilitätsregeln von Go bleiben bei der neuen Version bestehen, sodass bestehende Programme in der Regel weiterhin ohne Anpassungen kompilieren und laufen.
Eine wichtige Neuerung betrifft die Sprache selbst: Methoden dürfen nun eigene Typparameter deklarieren. Damit lassen sich generische Funktionen direkt im Namensraum eines Datentyps definieren. Bisher mussten solche Funktionen auf Paketebene stehen. Schnittstellen dürfen dagegen keine Methoden mit eigenen Typparametern deklarieren. Ebenso können generische Methoden keine Schnittstellenmethoden implementieren.
Außerdem hat Go die Typinferenz für Funktionen erweitert. Der Compiler kann generische Funktionen nun in allen Kontexten ableiten, in denen eine Zuweisung an einen passenden Funktionstyp erfolgt oder eine entsprechende Typumwandlung stattfindet.
Auch mehrere Werkzeuge erhalten neue Funktionen. Die Programme „compile“, „link“, „asm“, „cgo“, „cover“ und „pack“ können nun sogenannte Response-Dateien verarbeiten. Darin lassen sich Kommandozeilenargumente in einer separaten Datei angeben. Go unterstützt dabei Leerzeichen als Trennzeichen, einfache und doppelte Anführungszeichen, Escape-Sequenzen sowie Zeilenfortsetzungen mit Backslashes. Das Format entspricht der Variante von GCC und erleichtert damit die Verwendung bestehender Build-Systeme.
Eine Änderung betrifft zudem „go test“: Der Befehl führt nun standardmäßig die Prüfung `stdversion` aus. Sie erkennt Verwendungen von Symbolen aus der Standardbibliothek, die für die im jeweiligen Quelltext geltende Go-Version zu neu sind. Maßgeblich sind dabei die “go”-Angabe in “go.mod” sowie die Build-Tags der jeweiligen Datei.
Die Ankündigung von Go 1.27 nennt weitere Neuerungen und Änderungen.
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