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4 GB sind zurück!: Die Radeon RX 9050 4 GB setzt auf 64 Bit und weniger Cache
Am Donnerstag hatte AMD die zuletzt schon mit 8 GB GDDR6 bekanntgewordene Radeon RX 9050 auch in einer Version mit nur 4 GB über den Adrenalin-Treiber bekannt gemacht. Inzwischen liegen auch die vollständigen Spezifikationen vor: Einschnitte gibt es neben dem VRAM auch bei dessen Interface und dem Infinity-Cache.
So fällt nicht nur die Speicherkapazität halb so hoch aus, durch die Halbierung der eingesetzten Speicherchips kann der Speicher auch nur noch mit 64 statt 128 Bit angesprochen werden. Die Speicherbandbreite fällt in Folge dessen bei gleichem Speichertakt von 288 auf 144 GB/s. Zum Vergleich: DDR5-Arbeitsspeicher erreicht mit OC-Taktraten von 8.400 MT/s bereits 134,4 GB/s.
Aber die Radeon RX 9050 4 GB weist noch einen weiteren Einschnitt auf: Auch der interne Zusatz-Speicher Infinity-Cache fällt in Folge der nicht genutzten Speichercontroller mit 16 MB nur halb so groß aus. D.h. die Radeon RX 9050 4 GB kann weniger Daten im Cache puffern, muss daher häufiger Daten aus dem Grafikspeicher (GDDR6) nachladen – und wird dort seltener fündig.
Die weiteren technischen Eckdaten unterscheiden sich zwischen Radeon RX 9050 8 GB und Radeon RX 9050 4 GB laut den von AMD veröffentlichten Datenblättern nicht. Beide werden nur „für ausgewählte“ OEM-Partner, aber nicht im freien Handel verfügbar sein. In einem ersten Test verfehlte schon die Radeon RX 9050 8 GB die GeForce RTX 5050 deutlich.
Die letzten 4-GB-Desktop-Grafikkarten von AMD waren die Radeon RX 6400 (64 Bit, Lesertest) und die Radeon RX 6500 XT (64 Bit, Test) auf RDNA-2-Basis aus dem Jahr 2022. Bei Nvidia erschienen die letzten 4-GB-Modelle im Rahmen der letzten GTX-Serie auf Turing-Basis im Jahr 2019 (GeForce RTX 1650 Super (128 Bit, Test), GeForce GTX 1650 (128 Bit, Test)) respektive als Nachzügler GeForce GTX 1630 (64 Bit) im Jahr 2022.