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UGREEN Nexode Pro 160W: Ladegerät mit einziehbarem Kabel im Test
von Carsten Knobloch
22. Aug. 2026 |
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Wer viel unterwegs ist oder schlicht das Kabelchaos auf dem Schreibtisch satthat, greift schon länger zu modernen GaN-Netzteilen. Ugreen baut sein Portfolio weiter aus und schickt mit dem Nexode Pro 160W ein Modell ins Rennen, das gleich zwei typische Probleme auf einmal lösen will: zu wenig Leistung für hungrige Notebooks und das ständige Mitschleppen loser Ladekabel.
Auf den ersten Blick wirkt das Netzteil trotz seiner ordentlichen Gesamtleistung von 160 Watt angenehm kompakt. Ugreen setzt auf seine GaNInfinity-Technologie, was die Abmessungen schrumpfen lässt. Ein Leichtgewicht ist der Stecker mit rund 310 bis 360 Gramm zwar nicht, im Rucksack oder Handgepäck fällt er im Vergleich zu mehreren separaten Netzteilen aber kaum ins Gewicht.
Das auffälligste Merkmal: Neben den klassischen Ports hat Ugreen ein ausziehbares USB-C-Kabel direkt in das Gehäuse integriert. Das Kabel lässt sich auf bis zu 70 cm herausziehen, rastet in mehreren Stufen sauber ein und verschwindet per Knopfdruck oder Zug wieder bündig im Gehäuse. Dazu spendiert der Hersteller der Front ein digitales Farbdisplay, das in Echtzeit über Wattwerte, Spannung und Temperatur informiert. Die Kabelsache kennt man ja schon von Powerbanks, ich bin da auch erst skeptisch gewesen, bislang habe ich aber noch keines im Alltag kaputt bekommen. Wobei ich nicht weiß, was da bei Haustierbesitzern passieren kann.
In der Praxis überzeugt vor allem die Power: Sowohl das integrierte Kabel als auch der primäre USB-C-Port liefern via Power Delivery 3.1 bis zu 140 Watt Einzelleistung. Das reicht locker aus, um selbst mein 16 Zoll MacBook Pro in knapp 30 Minuten wieder auf über 50 Prozent zu hieven. Neben dem Aufrollkabel stehen zwei weitere USB-C-Ports mit bis zu 100 Watt sowie ein klassischer USB-A-Port mit bis zu 22,5 Watt zur Verfügung.
Die intelligente Lastverteilung funktioniert im Alltag zuverlässig. Wer gleichzeitig ein Notebook, ein Tablet und ein Smartphone anschließt, erlebt kein ständiges Einbrechen der Ladeleistung. Das Wärmemanagement hält das Gehäuse auch unter Dauerlast im grünen Bereich. Ihr verbrennt euch also niemals die Pfoten.
Kleine Einschränkung: Die Wattanzeige auf dem Smart Display ist zwar ein nettes Gimmick für Tech-Fans, weicht im Vergleich zu professionellem Messempfinden aber mitunter um wenige Watt ab. Auch die optionale App-Anbindung via Wi-Fi und Bluetooth ist ganz nett zur Überwachung, im täglichen Einsatz reicht das Display am Gerät aber völlig aus.
Man zahlt also auch für Schnick-Schnack in der Nische. Aber vielleicht fallt ihr ja in die Nische, dass ihr sehen wollt, was gerade wie lädt. Und bei diesem Netzteil kann man gar via App die Ports dediziert deaktivieren.
Ebenfalls muss man etwas beachten: das Gewicht der Kiste. Ich habe schon oft labberige Hotel-Steckdosen erlebt, da hält so ein Bollo von Netzteil einfach nicht. Das ist bei manchen Wandsteckdosen schlichtweg Mist.
Der Ugreen Nexode Pro 160W trifft vielleicht den Nerv von reisenden Techies. Die Kombination aus 140-Watt-Spitzenleistung, vier parallelen Ladeanschlüssen und dem integrierten USB-C-Kabel macht zwar nicht ganz Schluss mit dem ewigen Kabelsalat in der Tasche, aber es könnte sich etwas lichten. Der reguläre Preis liegt bei 130 Euro, zum Start ist man mit 109,99 Euro dabei.