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LG Display: Neues FLiPP-Verfahren soll OLED-Panels besser machen
von Carsten Knobloch
23. Aug. 2026 |
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LG Display hat auf der Display-Messe IMID ein neues Fertigungsverfahren für OLED-Bildschirme vorgestellt. Die Technik hört auf den Namen FLiPP (FMM-Less innovative Pixel Patterning) und soll ein Problem lösen, mit dem die Branche angeblich seit über zehn Jahren kämpft: den Einsatz feiner Metallmasken.
Bislang funktioniert die Herstellung von RGB-OLEDs vereinfacht wie Malen mit Schablonen. Das Glas wird mit extrem feinen Metallgittern abgedeckt, durch deren winzige Löcher die organischen Materialien für Rot, Grün und Blau aufgedampft werden. Bei großen Glasplatten in der Fabrik hängen diese Metallschablonen durch ihr Eigengewicht in der Mitte durch. Das führt zu Fehlern, Farbüberlagerungen und zwingt die Hersteller dazu, große Glasplatten erst mühsam in Hälften zu schneiden. Außerdem verlangt jede Bildschirmgröße und jede Auflösung teure, neue Schablonen.
Mit FLiPP wirft LG Display die Schablonen komplett über Bord. Die Farben werden nacheinander aufgetragen, und was überflüssig ist, wird per UV-Licht photolithografisch wieder abgetragen, im Grunde wie mit einem extrem präzisen Licht-Radiergummi. Weil LG dafür die großen Anlagen seiner bestehenden Tandem-OLED-Produktion nutzen kann, lassen sich riesige Glasplatten an einem Stück verarbeiten. Das spart Ausschuss, senkt die Produktionskosten und sorgt für eine deutlich bessere Materialausnutzung.
Die leuchtenden Pixel können wohl auch dichter zusammenrücken, wodurch die aktive Leuchtfläche um rund 55 Prozent wächst. Im Vergleich zu herkömmlichen OLED-Panels verspricht LG die 1,6-fache Helligkeit, eine 2,4-fache Lebensdauer und rund 13 Prozent weniger Stromverbrauch. Losgehen soll es bei IT-Geräten wie Tablets und Monitoren, Termine für erste Endgeräte gibt es bislang allerdings noch nicht.
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